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Zu Fuß und per Rad quer durch Zanders

Stadtmitte. Viele in Bergisch Gladbach warten ungeduldig darauf, das Zanders-Gelände „ohne Aufsicht“ außerhalb von Führungen zu betreten. Jetzt ist es so weit: Am 25. Mai öffnet die Stadt Bergisch Gladbach Teile des Industriegeländes für Radfahrer und Fußgänger.

Bürgermeister Frank Stein wird die „Mainstreet“ frei geben, die Haupterschließungsachse, die durch das Areal führt. Künftig kann diese Querverbindung zwischen dem Haupteingang An der Gohrsmühle und dem Werktor an der Cederwaldstraße im Fahrradsattel und zu Fuß ganz eigenständig befahren und begangen werden. Das werden viele nutzen, um das Gelände einmal zu erkunden – einfach so, aus reinem Interesse oder aus Neugier. Die Mainstreet bietet aber auch die Chance, den verkehrsmäßig stark belasteten Bereich in der Innenstadt rund um den Driescher Kreisel zu umgehen.

Am 2. Mai wird zudem die offizielle Übergabe aller Gebäude an die Stadt gefeiert. Der Insolvenzverwalter Dr. Marc d’Avoine und sein Team verlassen das Areal und überreichen die Schlüssel symbolhaft dem Bürgermeister und der städtischen Projektgruppe.

Das Zanders-Areal gehört der Stadt, doch nach der Betriebsstilllegung vor gut drei Jahren war es Aufgabe des Insolvenzverwalters, die früher von der Papierfabrik genutzten Hallen und Areale komplett zu räumen, inklusive des Rückbaus von Maschinen und der Beseitigung von Rest- und Schadstoffen. Diese Arbeiten haben sich länger hingezogen als ursprünglich angesetzt, doch jetzt ist das Gelände freigeräumt und zurückgebaut. Aus Sicherheitsgründen wird die Stadt aber darauf achten, dass sich der Verkehr zunächst nur auf die problemlosen Teilbereiche beschränkt. Autos bleiben ohnehin erst mal außen vor.

Die Projektgruppe Zanders-Areal kommt daher weiterhin den Wünschen nach öffentlichen Führungen nach. Sie hat etliche Termine dafür festgesetzt und zudem das bereits bekannte Angebot an Rundgängen um zwei neue Routen erweitert. Dabei geht es in die Geschichte der Papierproduktion sowie der Unternehmerfamilie Zanders. Unter dem Titel „Historische Spurensuche – Papierproduktion auf Zanders“ führt Dr. Sabine Schachtner, die ehemalige Leiterin des LVR-Industriemuseums Alte Dombach, unter anderem durch den Holländersaal sowie das Denkmal-Ensemble aus Kalandersaal, Sortiersaal und Lagerhochhaus. Stadtführer und Zanders-Kenner Hermann-Josef Rodenbach wirft einen genauen Blick auf die Bedeutung der Unternehmerfamilie Zanders für Bergisch Gladbach. Dabei führt der Rundgang unter anderem durch das 1905 errichtete repräsentative Verwaltungsgebäude, das ehemalige Maschinenhaus sowie den denkmalgeschützten Büstengarten.
Informationen und Termine zu den Führungen sowie allgemeine Infos über das Projekt Zanders-Areal sind auf der Internetseite der Stadt zu finden:

www.bergischgladbach.de/neuigkeiten-zanders.aspx

Ganz groß gefeiert …

… wird am Samstag, 25. Mai, von 11 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Die Gebäude entlang der „Mainstreet“ werden stündlich im Wechsel geöffnet.
Die Bürgerinnen und Bürger bekommen somit die Möglichkeit, sich erstmals frei innerhalb der Räum zu bewegen.

Die Verkehrswacht wird für Kinder einen Fahrradparcours organisieren, in dem sie ihr Geschick erproben können. Dazu kommt die Katholische Jugendagentur (KJA) mit ihrem Spielbus. Infostände rund ums Fahrrad werden vor Ort sein, unter anderem kann man an diesem Tag sein Fahrrad codieren lassen und damit Diebstahl besser vorbeugen. Als Treffpunkt wird ein gemütlicher Biergarten aufgebaut.

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